Internationaler Handel eröffnet Chancen
für wirtschaftliche Entwicklung und Armutsbekämpfung.
Auch die Mitgliedsstaaten der Welthandelsorganisation
(WTO)
zielten bereits auf diese Form zur Entwicklungsförderung
ab.
Mit der Initiierung der Doha-Runde
im November 2001 bestrebte die WTO-Ministerkonferenz
eine weitere Liberalisierung des Welthandels
sowie eine bessere Integration der Entwicklungsländer
in das Welthandelssystem. Hierzu galt es, durch
eine einheitliche Zustimmung der 153 Verhandlungspartner
insbesondere Maßnahmen zum Abbau von Handelsbarrieren
wie Agrarzöllen und Subventionen zu implementieren.
Wobei in allen Punkten der im Rahmen der Doha-Agenda
behandelten Themen die Interessen der weniger
entwicklelten Länder stärker berücksichtigen
werden sollten.
Doch eine Einigung kam bisher nicht zustande.
Auch auf der 8. Ministerkonferenz der WTO im
Dezember 2011 ist ein für alle Beteiligten
akzeptabler Kompromiss nicht näher gerückt.
Vielmehr versuchen derzeit viele Länder
durch protektionistische Handelsstrategien Wachstum
zu erzeugen.
Wo liegen die Ursachen für den von zahlreichen
Verzögerungen geprägten Verhandlungsverlauf
der Doha-Runde? Entsprechen die Ziele des multilateralen
Abkommens den heutigen globalen Herausforderungen
der Entwicklungspolitik? Welche Rolle spielt
handelsbezogene Entwicklungszusammenarbeit (Aid
for Trade) bei der angestrebten Handelsliberalisierung?
Wie können Entwicklungsländer dabei
unterstützt werden, Chancen aus dem System
des Welthandels zu realisieren? Welche
Perspektiven bestehen für die Entwicklungs-
und Außenhandelspolitik?
Diese und weitere Fragen rund um das Thema
Welthandel und Entwicklung wollen wir mit Euch
und den geladenen Referenten diskutieren.
Seminarleitung:
Jordanos Ghebremedhin,
Pablo Duarte,
Initiative Entwicklungspolitik
und -zusammenarbeit der Stipendiaten der
Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Teilnehmerbeitrag:
95,– / 65,– EUR, ermäßigt

Programm:
Freitag, 11. Mai 2012
bis 18:00 Uhr
Anreise – anschließend Abendessen
19:00 Uhr
Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmer,
Einführung in das Seminar
Jordanos Ghebremedhin und Pablo Duarte
19:30 Uhr
„Die internationale Dimension der Entwicklungspolitik“
Matthias Bresser, Sektorvorhaben Handelspolitik,
Handels- und Investitionsförderung, Deutsche
Gesellschaft für Internationale
Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Eschborn
Samstag, 12. Mai 2012
ab 08:00 Uhr
Frühstück
09:00 Uhr
„Probleme und Trade Offs im Welthandel“
Francisco J. Mari, Projektreferent für
Agrarhandel und Fischerei, Evangelischer Entwicklungsdienst
(EED), Bonn
10:30 Uhr
Kaffeepause
11:00 Uhr
„Der Lösungsversuch der WTO: Die
Doha-Entwicklungsrunde“
Prof. Dr. Andreas Falke (angefragt), Lehrstuhlinhaber,
Lehrstuhl für Auslandswissenschaft, Fiedrich-Alexander-Universität
Erlangen-Nürnberg, Nürnberg
12.30 Uhr
Mittagessen
14:00 Uhr
„Aid for Trade in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
– Chancen
und Herausforderungen“
Nicole Maldonado, Referat Wirtschaftspolitik
und Finanzsektor, Bundesministerium für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ)
15:30 Uhr
Kaffeepause
16:00 Uhr
Dezentrale Workshops
18:00 Uhr
Abendessen
19:30 Uhr
Vorstellung der Workshopergebnisse
20:30 Uhr
Abendprogramm
Sonntag, 13. Mai 2012
ab 08:00 Uhr
Frühstück
09:00 Uhr
Podiumsdiskussion
„Perspektiven für eine zukunftsorientierte
Entwicklungs- und Außenhandelspolitik“
Elisabeth Dürr, Referentin / Verbindungsstelle
Entwicklungszusammenarbeit, BGA-Bundesverband
Großhandel,
Außenhandel, Dienstleistungen e. V., Berlin
Raphaela Adam, Projektleitung Landesprojekte,
GIZ – Regionales Zentrum
Saarland, Saarbrücken
11:00 Uhr
Kaffeepause
11:30 Uhr
Abschlussdiskussion
12:30 Uhr
Mittagessen
13:30 Uhr
Seminarauswertung, Feedback
15:00 Uhr
Ende des Seminars
|