Deutschland ist angekommen in der „Berliner
Republik“ - schneller, als mancher dachte.
Und wieder hat Berlin, 20 Jahre nach der Wiedervereinigung
der beiden deutschen Rumpfstaaten, eine ganz
besondere Bedeutung in Deutschland.
Die Stadt ist Schauplatz der politischen Macht
und Schaltstelle für den Gesetzgeber, für
die Regierung und für internationale Vertretungen.
Und auch die politischen Medien sind allpräsent
in der Stadt.
Zunehmend bestimmt das politische Personal
das öffentliche Leben der Stadt: Politiker,
Diplomaten, Lobbyisten und die immer präsenten
Meinungsmacher und Jäger der Nachrichten.
Umgekehrt gilt: Mehr und mehr ist die Stadt
selbst zur Bühne für Politik großen
Stils geworden und stellt den sichtbaren Raum
und die Requisiten für die Inszenierung
der Macht bereit. Und auch der Rhythmus der
Stadt treibt den Herzschlag der Politik an.
So präsent wie die Politik ist auch die
Geschichte Deutschlands in Berlin. Eine Geschichte
von Freiheit und Unfreiheit, Demokratie und
Diktatur, Unterdrückung und Widerstand,
Krieg und Frieden, von Befreiung und Neuanfang.
Doch Berlin ist kein Museum. Die Spuren und
Narben der Geschichte haben das Gesicht der
Stadt geprägt und fordern von uns auf Schritt
und Tritt ein waches politisches Bewusstsein.
Kultur von internationaler Bedeutung wird
großgeschrieben in der Hauptstadt. Hier
ist sie nicht einfach nette Zutat. Hier hat
sie Definitionsmacht - gerade für die Politik.
Zwar ist Berlin deutsche Hauptstadt, doch
sie gehört nicht nur den Deutschen. Als
ein Schmelztiegel der Nationen nimmt sie Einflüsse
auf, integriert und assimiliert, stößt
ab und zieht an - den Kompromiss uchend, den
Konflikt aber nicht scheuend.
Wer heute nach Berlin kommt, der sieht ein
junges Deutschland: voller Probleme, aber energisch
Lösungen suchend, immer experimentierend,
risikofreudig und frech.
In unserem Seminar lernen Sie die Hauptstadt
von innen kennen. Mit Vorträgen und Diskussionen,
Rundfahrten und Exkursionen gewinnen Sie Ihr
eigenes authentisches Bild von Berlin.
Seminarleitung:
Werner
Brockjan, Berlin
Teilnehmerbeitrag: 400,– p. P. im DZ (EZ-Zuschlag
175,– EUR)
Enthalten in Ihren Kosten sind sämtliche
Programmteile mit Ausnahme von mit * optional
gekennzeichneten Opern-, Konzert- oder Theaterbesuchen.
Anmeldeschluss: 24. Mai 2010

Auszug aus dem Reiseprogramm:
1.
Tag:
Anfahrt nach Berlin
Über Weimar (Mittagessen) und Dessau (Bauhaus)
Während der Anfahrt Programm und Features
2. Tag:
Stadtrundfahrt
Besuch und Gespräch im Auswärtigen
Amt der Bundesrepublik
Gespräch über die gegenwärtigen
Schwerpunkte deutscher Außenpolitik unter
Guido Westerwelle
Wunderkammern von Kunst und Kultur – Spaziergänge
Ein Abend auf der Spree
3. Tag:
Das alte und neue Regierungsviertel Berlins:
vom Brandenburger Tor zum Bundesrat
Empfang in der saarländischen Landesvertretung
beim Bund
Lunchtime Concert der Berliner Philharmoniker
(Eintritt frei)
Vom Werden eines Unrechtsstaates –
Die Topographie des Terrors
Exkursionen in Kleingruppen zu den Themen:
Kunst und Kultur, Deutsche Geschichte sowie
Berlin multikulturell
4. Tag:
Von Parallel-Gesellschaften. Eine Erkundung
im Berliner Problembezirk Neukölln
Ein Nachmittag zu Ihrer Verfügung
Konzert/Oper/Theater (optional)
5. Tag:
Der 17. Juni – ein deutscher Gedenktag
In den Archiven der Stasi – Aufklärung
von Staatsverbrechen
Im Deutschen Bundestag – Empfang durch
den MdB Oliver Luksic (FDP/Saarland)
Ein Häftling der Stasi im Gespräch
– In der Untersuchungshaftanstalt der
Stasi
6. Tag:
Ein Tag Potsdam. Preußens Arkadien
Inszenierung eines Vernunft- und Militärstaates
in Sanssouci
Potsdamer Abkommen und der Cecilienhof. Folgen
für Deutschland und Europa
Empfang im „Weißen Haus“ von
Babelsberg –
Hauptgeschäftsstelle der Friedrich-Naumann-Stiftung
für die Freiheit. Gespräch mit einem
Vertreter der FNF
7. Tag:
Abreise nach Saarbrücken
Über Leipzig (Bachmuseum), Mittagessen
(Leipzig), Erfurt (Zwischenhalt)
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