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Es ist eine dieser Geschichten, in denen sich das unendliche Leid
und unaussprechliche Verbrechen des jüdisch –deutschen
Verhältnisses im 20. Jahrhundert spiegelt – an dessen
Ende jedoch die Hoffnung steht, dass neue, tragfähige Brücken
die beiden Völker verbinden werden: Hermann Steinke ist Saarländer,
hier wird er am 2. September 1927 in eine jüdische Familie
hinein geboren. 1935 emigrierten die Steinkes nach Haifa, wo aus
Hermann Steinke Tsvi Avni wurde, einer der ganz großen Komponisten
Israels. Diese frühe Erfahrung findet sich nahezu in allen
Werken Tsvi Avnis wieder, die wie Bilder in zerbrochenen Spiegeln
erscheinen: Das Bild ist dasjenige des Künstlers; die zerbrochenen
Spiegel sein musikalisches Werk.
„G‘scharim“ (Brücken) nannte Tsvi dann
auch eine Komposition zu Ehren des 1000sten Geburtstages seiner
Heimatstadt Saarbrücken. Tsvi Avnis enge Verbindung zum Saarland
bleibt auch heute bestehen: In seinem Beisein spielt das Offenburger
Streichtrio die Uraufführung einer Komposition für ein
Streichtrio, das die Freunde der Saarbrücker Kammermusiktage
e. V. bei Tsvi Avni in Auftrag gegeben haben und mit dem sie sein
lebenslanges Engagement für die israelisch-saarländischen
Beziehungen ehren wollen.
Die Villa Lessing unterstützt hiermit das bürgerschaftliche
Projekt der Freunde der Saarbrücker Kammermusiktage e. V.
als Beitrag zur Förderung der Musikkultur im Saarland. |