Die Publizistin Evelyn Hecht-Galinski ist eine
mutige Frau. Das bestreiten auch ihre heftigsten
Kritiker und Gegner nicht. Und davon gibt es
viele. In Deutschland und in Israel.
Unbeirrt und unbeirrbar kämpft die Tochter
des frühren Vorsitzenden des Zentralrats
der Juden in Deutschland, Heinz Galinski, für
einen fairen Frieden in Nahost und gegen die
Siedlungspolitik der israelschen Regierung im
Osten Jerusalems und im Westjordanland. Ob man
sie deshalb, wie der Berliner Publizist Henrik
M. Broder, als „Antisemitin“ beschimpfen
darf, wird das Bundesverfassungsgericht entscheiden.
In ihrem Kommentar zum 62. Jahrestag der Gründung
des Staates Israels am 21. April 2010 kritisierte
Evelyn Hecht-Galinski nicht nur massiv die Politik
Israels, die es bis zum heutigen Tage versäumt
habe, die Staatsgrenzen Israels festzulegen,
„da das die ständig neue
zionistische Landnahme und den Landraub palästinensischen
Landes verhindern würde.“ Ihre Kritik
gilt auch der Politik der USA und der Bundesrepublik
Deutschland.
„Bedauerlicherweise sieht Frau Bundeskanzlerin
Merkel die Verletzung der Menschenrechte als
Chefsache besonders im Iran, in Afghanistan,
in China oder sonst wo – bloß nicht
im Jüdischen Staat.“
Der Geburtstagswunsch von Frau Hecht-Galinski
für Israel nimmt auf die Erklärung
der Menschrechte (§ 17 Abs. 2) Bezug: „Niemand
darf willkürlich seines Eigentums beraubt
werden.“
Wie immer man zu der einen oder anderen Äußerung
von Frau Hecht-Galinski stehen mag, eines dürfte
unstrittig sein: ein fairer und dauerhafter
Frieden in Nahost ist für die Welt und
insbesondere für uns Europäer von
größter Bedeutung.
Darüber wollen wir mit Frau Hecht-Galinski
diskutieren. Wir sind dankbar, dass zu dieser
Diskussion auch der Vorsitzende der Christlich-Jüdischen
Arbeitsgemeinschaft Saar e. V., Professor Herbert
Jochum, sein Kommen zugesagt hat. Es wird gewiss
ein sehr interessanter Abend! Diskutieren Sie
mit!
|