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20 JAHRE MAUERFALL

VOM UNRECHT DES SED-REGIEMES UND
SEINER AUFARBEITUNG

 Vortrag & Disskussion  
Dr. Jörg Kürscher
Vorsitzender des Fördervereins
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen e. V.

 Moderation 
Peter Stefan Herbst
Chefredakteur der Saarbrücker Zeitung

 

Villa Lessing

Vortrag & Diskussion - 10. November 2009 // 19.00 Uhr


Vor zwanzig Jahren, am 09. November 1989, fiel der sog. „antifaschistische Schutzwall“ – so bezeichnete das DDR-Regime über 28 Jahre den Teil der innerdeutschen Grenze, der als Berliner Mauer in die Geschichte einging.

Doch wen oder was schützte dieser „Schutzwall“?

Wie wir heute wissen, hatte die Führung der DDR eine sehr zweifelhafte Vorstellung von Schutz gegenüber dem eigenen Volke. Ein Beispiel hierfür
ist die zentrale Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit der DDR in Berlin-Hohenschönhausen, in der das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) seit 1951 politisch Verfolgte inhaftierte, u. a. die Streikführer des
Aufstandes vom 17. Juni 1953 und bekannte Dissidenten wie Rudolf Bahro, Jürgen Fuchs und Bärbel Bohley.

Auf dem Gelände der früheren zentralen Untersuchungshaftanstalt des MfS, die erst am 3. Oktober 1990 geschlossen wurde, befindet sich seit 1994 eine Gedenkstätte. Hier soll nicht nur die Geschichte der Haftanstalt
Hohenschönhausen erforscht werden, sondern auch informiert und zur Auseinandersetzung mit den Formen und Folgen politischer Verfolgung
und Unterdrückung in der kommunistischen Diktatur angeregt werden. Vorsitzender des Fördervereins Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
e. V. ist Dr. Jörg Kürschner.

Er selbst war Insasse in Hohenschönhausen. 1979 wurde er am Grenzübergang Herleshausen/Wartha wegen des Verdachts der Staatsfeindlichen Hetze festgenommen. Der Inhaftierung lag der – berechtigte - Vorwurf zugrunde, mehrfach Literatur in die DDR
eingeführt und weitergegeben zu haben. Er kam in die zentrale Untersuchungshaftanstalt, wo er sechs Monate lang verhört wurde. Im Juli 1980 verurteilte ihn das Bezirksgericht Gera wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu fünf Jahren und acht Monaten Gefängnis.
Ende 1981 erging der Ausweisungsbeschluss der DDR aufgrund des Freikaufs durch die Bundesregierung.

20 Jahre Mauerfall – ein Anlass an die Verfolgung Andersdenkender durch die Staatssicherheit zu erinnern und sich kritisch mit der kommunistischen Diktatur auseinander zu setzen.

Wir laden Sie deshalb zum Vortrag mit anschließender Diskussion von Herrn Dr. Jörg Kürschner, Vorsitzender des Fördervereins Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen e. V., in die Villa Lessing, ein.

Villa Lessing
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10. November 2009 // 19:00 Uhr
Die Einladung mit dem gesamten Programmablauf und die Anmeldung für die Veranstaltung „20 Jahre Mauerfall – vom Unrecht des SED-Regiemes und seiner Aufarbeitung “ am 10. November 2009 sind auch als PDF-Datei downloadbar:
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Programm
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Anmeldung
[ca. 225,5 KB]
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